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WU-Senatsbeschluss zu §124b: Nun auch ÖH WU für Zugangsbeschränkungen

Der VSStÖ WU fordert mehr Budget vom Finanzministerium

Nach dem Beschluss des Senates der Wirtschaftsuniversität Wien quantitative Zugangsbeschränkungen für die Bachelorstudien einführen zu wollen, spricht sich nun auch die ÖH WU für Zugangsbeschränkungen aus. ÖH WU Vorsitzender Stefan Kilga (Aktionsgemeinschaft) dazu wörtlich im ÖH WU Aktuell 15/2009 (Seite 4f): „Eine deutliche Verbesserung wären weniger Studienanfänger, die dafür ihr Studium zu besseren Bedingungen absolvieren können.“

 

Dieser Kurswechsel ist bemerkenswert, da sich die Aktionsgemeinschaft (AG) bisher stets gegen Zugangsbeschränkungen ausgesprochen hat. „Damit übernimmt die ÖH WU die Argumentation des Rektorats und hört auf eine echte Vertretung für uns Studierende zu sein“, so Angelika Gruber, Vorsitzende des VSStÖ WU. Rektor Badelt argumentiert, dass unter den gegebenen Budgetnöten Zugangsbeschränkungen die einzige Möglichkeit wären die Qualität der Lehre zu sichern. So argumentiert nun auch die AG. „Offensichtlich mangelt es der AG an eigenen bildungspolitischen Konzepten.“, so Gruber weiter.

Für den VSStÖ WU geht es um akzeptable Studienbedingungen und einen freien Hochschulzugang. Gruber: „Und dazu brauchen wir die entsprechenden Mittel aus dem Finanzministerium. Dieses Geld wird uns ganz sicher nicht auf dem Silbertablett serviert werden. Die erfolglose Politik der AG hat gezeigt, dass es nicht reicht nur nett zu fragen. Die Ausfinanzierung der Universitäten muss erkämpft werden. Die 34 Mio. EUR waren ein Anfang, weitere Mittel müssen folgen.“

Was die Universitäten jetzt brauchen sind gerechte Mitbestimmungsmöglichkeiten für Studierende, um die Ausfinanzierung durchsetzen zu können. „Solange die Entscheidungen auf den Universitäten ohne uns Studierende fallen, wird sich an der jetzigen Situation nichts ändern. Die Wieder-Einführung einer ausgewogenen Stimmverteilung zwischen ProfessorInnen, Mittelbau, allgemeinem Personal und Studierenden im Senat ist das Gebot der Stunde. Wenn wir etwas aus den Protesten gelernt haben, dann dass es den Universitäten ganz offensichtlich an Demokratie mangelt. Und genau hier müssen wir ansetzen,“ betont Gruber abschließend.

 

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