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Sozial- und Studienrechtsberatung

Verband sozialistischer Studentinnen und Studenten
Sektion Wien
http://www.vsstoe-wien.at

VSStÖ nach 1945

Zurück zu "Anfänge"

Nach der Befreiung Österreichs durch die Alliierten und der Konstituierung der 'Sozialistischen Partei Österreichs' nahm der VSStÖ seine Tätigkeit in der von konservativen Kräften beherrschten Universitätspolitik wieder auf, versuchte aber auch verstärkt auf innerparteiliche und gesellschaftliche Entwicklungen Einfluss zu nehmen.

So kämpfte der VSStÖ (größtenteils erfolglos) gegen die Rückkehr von Nazis an die Hochschulen und die Verbreitung von nazistischem Gedankengut in Lehrveranstaltungen auf. So dokumentierte etwa Mitte der sechziger Jahre der damalige VSStÖler und spätere Finanzminister Ferdinand Lacina die antisemitischen Äußerungen des Wiener Wirtschaftsprofessors Taras Borodajkewycz in einer Vorlesung mit. Nach politischen Turbulenzen und heftigen Protesten, in deren Verlauf 1965 bei einer Demonstration der ehemalige KZ-Häftling Ernst Kirchweger von einem Burschenschafter erschlagen wurde, musste der Professor abtreten.

Der VSStÖ trat auf Bundesebene – vor allem nach 1947 – für einen exponiert antikapitalistischen Kurs hin zum „demokratischen Sozialismus“ ein, der sich aufgrund der immer erkennbareren Stalinisierung der „Volksdemokratien“ deutlich von der KPÖ und den mit ihr sympathisierenden Gruppen abgrenzte. Als Bestandteil eines zersplitterten linken Flügels innerhalb der Sozialdemokratie war der VSStÖ daraufhin mit massiven Sanktionsmaßnahmen seitens der Bundesparteiführung konfrontiert – nicht zum letzten Mal in seiner Geschichte.


 

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